"Eiche"-Schützen verschieben traditionellen Termin fürs Schützenfest

28.12.2014: Auf ihrer Generalversammlung haben die Mitglieder der "Eiche"-Schützen aus Idafehn das Schützenjahr 2014 sowohl im schießsportlichen als auch im traditionellen Bereich noch einmal Revue passieren lassen. Der 1. Vorsitzende Werner Thomßen konnte eine erfreulich große Anzahl von Mitgliedern begrüßen, die sich über die Aktivitäten ihres Vereins nochmals ein Bild machen konnten.

In seinem Bericht konnte Thomßen viele positive, aber leider auch negative Entwicklungen des Vereins aufführen, die er teilweise auch deutlich beim Namen zu nennen wusste. Als das Highlight des Jahres bezeichnete der 1. Vorsitzende die Anschaffung und die Weihe der neuen Vereinsfahne. "Solch ein Erlebnis ist nicht vielen Vorsitzenden in den Vereinen gewährt, darum macht es mich besonders stolz, dass dies unter meiner Leitung in Idafehn gelungen ist" – so der sichtlich erfreute Vorsitzende.

Die Berichte der zuständigen Sportleitung, umfangreich vorgetragen vom Trainer Olaf Reents, haben den positiven Trend der einzelnen Sparten im Schießsport bestätigt. Sowohl im Seniorenbereich, wo die recht große Gruppe sich in regelmäßigen Abständen trifft und auch viel zum Vereinsleben beiträgt, als auch im aktiven Schießbetrieb gibt es durchweg aufsteigende Tendenzen. Nicht nur das hervorragende Abschneiden der 5er Mannschaft bei den Landesverbandsligawettkämpfen. Auch die daraus resultierende Jugendentwicklung hat den Schießsport in Idafehn zu einem Aushängeschild auch über den Overledinger Schießsport hinaus werden lassen. Aber auch die Aktivitäten der sonstigen Mannschaften geben durchweg Anlass zur Freude und bestätigen die Trainer in ihrer Arbeit.

Von der Arbeit und den Aktivitäten der Theatergruppe des Vereins haben sich nicht nur die Mitglieder des Schützenvereins überzeugen können. Die stets ausverkauften Vorstellungen der Gruppe sprechen für sich und haben die Spieler bis weit über die Ortsgrenze hinaus bekannt gemacht.

Der von allen erwartete Kassenbericht, hervorragend ausgearbeitet und vorgetragen von Kassenwartin Martina Thomßen, erklärte schon etwas den Unmut des Vorsitzenden. Die Kassenlage ist zwar stabil und durch die Neuanschaffungen sowohl im Schießsport als auch im traditionellen Bereich durchaus erklärbar. „Und trotzdem gibt er Anlass zur Sorge da die Abgaben an übergeordnete Verbände nicht mehr finanzierbar sind!“. Ein großer Dank ging daher an alle Mitglieder, die durch Sonderspenden und Aktivitäten dazu beigetragen hatten, ein finanzielles Abgleiten zu verhindern.

Die von Gerhard Peper beantragte Entlastung wurde einstimmig angenommen, so dass der Vorstand seine Arbeit bestätigt sah und sich entsprechend bedankte.

Bei den anschließenden Neuwahlen für den Festausschuss gab es einige Änderungen. Zur Neubesetzung stand der Posten des Vorsitzenden vom Festausschuss Gerd Wilts, der für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung stand. Zum neuen Vorsitzenden des Festausschusses wurde Günter Bunger gewählt, der sich seinerzeit schon als Organisator beim Schießstandbau verdient gemacht hatte. Ihm zur Seite stehen Marion Baumann, Marcel Heufken, Amanda Plenter, Anke Thomßen, Gerd Wilts und Alfred Zinger

Der TOP - Punkt "Vorschau auf das Schützenfest" brachte dann aber hervor, warum Thomßen zurzeit mit dem Umgang des traditionellen Schützenwesens in der Allgemeinheit und der Bevölkerung nicht zufrieden ist und auch nicht sein kann. Sein Groll ging dabei gezielt in die Nachbargemeinde, "wo man es sich scheinbar zur Aufgabe gemacht hat, den kleinen Vereinen in der Umgebung Schwierigkeiten zu bereiten. Es wird generell  keinerlei  Rücksicht auf diese Vereine genommen. Viele Vereine, die alle von ehrenamtlich Tätigen geleitet werden, kämpfen um ihre Zukunft. Und das trifft nicht nur auf Schützenvereine zu! 

Einige Wenige, die mit Herzblut und privaten Einsatz den Fortbestand der Vereine und somit ein wenig Ortverbundenheit und Ortsleben sichern wollen, bekommen leider nicht mehr die Unterstützung und Rückendeckung, die notwendig wäre, um ihre Veranstaltungen finanziell sicher über die Bühne zu bringen." Dabei nannte er namentlich das "Kneipenfestival in Rhauderfehn", welches mit Unterstützung der Gemeinde auf das erste Wochenende im August verlegt worden ist, obwohl es seit Jahrzehnten der traditionelle Termin des Dorffestes der Burlager Vereine und seit mehr als 60 Jahren der Schützenfesttermin der "Eiche"-Schützen ist. "Diese Tatsache wird sicherlich auch bei der außerordentlichen Jahreshauptversammlung des Schützenvereins Burlage Einfluss auf die Entscheidungsfindung haben. Da hätte ich mir mehr Zusammenarbeit gewünscht, zumal die Gemeinden ihre Vereine auch brauchen", so Thomßen.

Da der Termin des Kneipenfestivals voraussichtlich nicht wieder geändert wird, sah sich Thomßen veranlasst, eine Terminverlegung des Schützenfestes in Idafehn zur Diskussion zu stellen. Nach einer längeren, aber fairen und sachlichen Diskussion wurde die Entscheidung über eine Verschiebung des eigenen Festes in geheimer Abstimmung durchgeführt. Das überraschend klare Ergebnis für die Verschiebung des eigenen Schützenfestes spiegelte den Verlauf der Diskussion wieder. Als neuen Termin der zukünftigen Schützenfeste wurde das jeweils letzte Juli-Wochenende festgelegt. "Wie dieser Termin in der Bevölkerung und von den Gastvereinen aufgenommen wird, muss sich zeigen!" so der 1. Vorsitzende.

Auf dem Foto vom neuen Festausschuss sind folgende Personen zu sehen (von links nach rechts): Alfred Zinger, Günter Bunger, Sascha Thomßen und Anke Thomßen. Es fehlen Marion Baumann, Marcel Heufken, Amanda Plenter und Gerd Wilts (Foto: deBoer).

Chronik der Mühle

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